Voice Search: DER SEO-Trend der nächsten Jahre!

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Voice Search: DER SEO-Trend der nächsten Jahre!

Auf der Smartwatch, auf Lautsprechern und – natürlich – auf dem Smartphone: Sprachassistenten erobern die modernen Devices und sollen es zukünftig noch einfacher machen, Aufgaben an die Maschine zu delegieren. Verständlich, dass auch Google bei solch einem digitalem Trend mit disruptivem Potential nicht fehlen möchte. Abseits von Googles hauseigenem Sprachassistenten „Google Assistant“ wird das Sprechen mit der Maschine nun auch auf die Google-Suche ausgedehnt: Voice Search nennt sich dies. Mit einem einfachen „Ok, Google“ lassen sich Suchanfragen fortan auch per Sprachbefehl an Google stellen. Viele Experten sehen in der Voice Search den wichtigsten zukunftsweisenden SEO-Trend der kommenden Jahre. Worauf müssen Webmaster und Co. in Zukunft also achten, wollen sie mit ihren Projekten weiterhin erfolgreich sein im Netz? Die Content-K1ngs verraten es Ihnen!

Was ist Voice Search?

Voice Search oder auch Sprachsuche bezeichnet einen Dienst, der es ermöglicht, per Sprachbefehl Suchanfragen an die Suchmaschine Google zu stellen. Obwohl die neue Suchmethodik erst seit neuester Zeit mehr und mehr Aufmerksamkeit gewinnt, wurde der Service bereits im Jahr 2011 von Google eingeführt, obgleich auch nur für Google.com. Ende 2012 ließen sich per Voice Search Suchanfragen mobil auch auf dem Smartphone an Google stellen. 2013 folgte mit der Einführung der „Google Voice Search Hotword“ dann auch die Premiere auf dem Desktop-PC, auch wenn hierfür der hauseigene Browser Google Chrome benötigt wurde und wird. Mit der Voice Search schuf sich der kalifornische Konzern also auch ein Alleinstellungsmerkmal, das für den nicht überall beliebten Google-Browser Überzeugungsarbeit bei bis dato noch nicht überzeugten Nutzern leisten sollte.

Mit der Öffnung der Voice Search für mobile Endgeräte wurde die Sprachsuche auch für deutschsprachige Nutzer eingeführt. Mittlerweile können sich viele Menschen ein Smartphone ohne integrierte Voice Search kaum noch vorstellen. Standardmäßig ist beispielsweise auf den neuen Samsung-Galaxy-Modellen die notwendige App für die Google Voice Search vorinstalliert. Alternativ lässt sich die App natürlich auch kostenfrei im Google Play Store herunterladen. Selbst Besitzer eines Apple iPhones dürfen sich die Google-Sprachsuch-App herunterladen und besitzen somit eine Alternative zu Siri. Seit 2012 ist Googles Voice Search auf für iOS verfügbar.

Wie funktioniert Voice Search? Welchen Nutzen bringt Voice Search?

Selbstverständlich soll die Sprachsuche vor allem eines leisten: mehr Komfort im Alltag sicherstellen. Denn eines dürfte klar sein: Die meisten Menschen sprechen deutlich schneller, als dass sie tippen können. Und da für viele Menschen gerade das Hinabblicken und Tippen auf dem Smartphone beim Gang durch die Fußgängerzone ja fast lebensbedrohlich sein kann, wird mit der Voice Search nicht nur für mehr Sicherheit im Alltag gesorgt, sondern es werden auch noch die letzten Zehntelsekunden aus der Google-Suche herausgeholt.

Aber Spaß beiseite: Natürlich gibt es durchaus interessante und für viele Personengruppen längst überfällige Vorteile durch die Google Voice Search. Um aber auch denjenigen die neue Suchmethodik näherzubringen, denen das Sprechen mit einer Suchmaschine endgültig zu futuristisch ist, hat Google gleich einmal ein Vermarktungsvideo produziert, in den gleich mehrere mögliche Anwendungszwecke für die Voice Search aufgezeigt werden.

Routen finden, wenn man es auf der Radtour besonders eilig hat, Wörter in eine andere Sprache übersetzen, wenn man im Urlaub gerade das richtige Wort für „Danke“ nicht findet, und vieles mehr: Die Google Voice Search – und dies steht außer Frage – macht den Umgang mit Google auf alle Fälle einfacher und verspricht höheren Komfort im Alltag, insbesondere natürlich in Situationen, in denen Eile gefragt ist. Denn mehr als der Befehl „Ok, Google“ ist zur Aktivierung der Voice Search nicht vonnöten. Alternativ kann aber auch das kleine Mikrofon am rechten Rand der Google-Suchmaske mit der Maus oder den Finger angeklickt werden, wie im obigen Video zu sehen ist.

Darüber hinaus hilft die Google Voice Search aber natürlich auch Personen, die beispielsweise aufgrund einer Behinderung eingeschränkt sind und auf einer herkömmlichen Tastatur nicht tippen können, ebenso älteren Menschen oder Analphabeten. Die Voice Search lässt sich somit auch als ein Schritt in Richtung Barrierefreiheit verstehen, der längst überfällig ist.

Ob man diesem Trend als Google-Nutzer, der nicht aufgrund einer körperlichen Einschränkung auf die Sprachsuche angewiesen ist, nun folgen möchte oder nicht, bleibt selbstverständlich jedem selbst überlassen. Als Person, die auf Online-Marketing angewiesen ist, darf dieses Thema allerdings nicht spurlos an einem vorbeigehen. Denn aktuelle Studien zeigen: Bis 2020 werden voraussichtlich 20 Prozent aller Nutzer Voice Search täglich verwenden. Wer den Trend also verschläft und seine Seiten nicht rechtzeitig auf Voice Search optimiert, nun, dem wird dasselbe drohen, was vielen Menschen passiert ist, die Content-Marketing ignoriert haben.

Zahlen und Fakten: Darum ist Voice Search auf für Suchmaschinenoptimierung wichtig!

Oben wurde es bereits erwähnt: Bis 2020 wird sich das Verhalten von Google-Nutzern stark ändern, immer mehr Menschen werden Voice Search verwenden. Dass dieser Trend sich bereits seit längerer Zeit abzeichnet, wird klar, schaut man auf die folgenden Zahlen und Fakten rund um das Thema Sprachsuche:

  • 25 Prozent aller Desktop-Suchanfragen auf Windows 10 werden per Sprachbefehl aufgegeben. (Quelle der Angabe)
  • Laut Angaben von Google selbst sollen circa 20 Prozent aller mobilen Suchanfragen über Voice Search erfolgen. (Quelle der Angabe) Allerdings ist diese Zahl natürlich mit Vorsicht zu behandeln, denn, so gibt John Mueller von Google zu bedenken, werden natürlich auch Spracheingaben wie „Dimme das Licht“ oder „Wecke mich in 10 Minuten“ als eine Voice Search behandelt. Diese Sprachsuche dürfte für Webmaster aber natürlich irrelevant sein.
  • Im Zeitraum von 2008 bis 2016 ist die Nutzung von Voice Search um das 35-Fache gestiegen. (Quelle der Angabe)

Schwierig vorzustellen also, dass der Trend urplötzlich abbricht. Und es ist der Beweis, dass zukünftig keiner behaupten kann, Voice Search habe ihn oder sie überrascht und es sei nicht genug Zeit gewesen, die eigene Webseite auf die Sprachsuche zu optimieren. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. SEOs und Webmaster sind längst aufgefordert zu handeln.

Und auch der logische Menschenverstand zeigt zahlreiche Vorteile und Gründe auf, warum Voice Search der digitale Trend unserer SEO-Szene sein dürfte. Man bedenke nämlich nicht nur die Schnelligkeitsvorteile durch das Sprechen gegenüber dem Tippen, sondern auch weiteren Nutzen. Beispielsweise würde auch die gleichzeitige Bedienung von zwei Monitoren einfacher bzw. überhaupt erst möglich werden, was viele Menschen erfreuen dürfte, die sich mit Multitasking schwertun und auf der Arbeit darauf angewiesen sind, an mehreren Bildschirmen zugleich zu arbeiten. Ganz davon abgesehen steigt natürlich auch die Nutzung von Smartphones und somit auch die Zahl mobiler Suchanfragen. Und mobil dürfte die Voice Search, wie aufgezeigt, noch deutlich mehr Vorteile bringen. Ich fasse zusammen:

Voice Search wird der SEO-Trend der kommenden Jahre, weil…

  • die Sprachsuche endlich marktreif geworden ist: Nur noch circa 8 Prozent aller gesprochenen Wörter werden von Google falsch gedeutet.
  • das Sprechen wesentlich einfacher und schneller vonstattengeht als das Tippen: Im Schnitt sprechen Menschen 100-150 Wörter in der Minute, sie tippen aber lediglich um die 40 Begriffe.
  • es endlich möglich wird, an mehreren Bildschirmen gleichzeitig zu arbeiten.
  • die mobile Suche immer häufiger genutzt wird und Voice Search gerade unterwegs ihre Stärken ausspielen kann.

Voice is King? So verändert Voice Search den Umgang mit der Suchmaschine

Ich habe es oben zumindest ansatzweise bereits aufgezeigt, was mit der Sprachsuche alles möglich sein wird. Natürlich reichen die Anwendungsgebiete noch deutlich weiter. Denn arbeiten Sprachsuche und Sprachassistent zusammen, lassen sich zukünftig nicht nur Fragen beantworten, die nicht personalisiert sind, wie „Wann fährt der nächste Bus?“, sondern es können auch ganz konkrete Antworten auf personalisierte Fragen gegeben werden, wie „Wann ist mein nächster Termin?“.

Hier zeigt sich explizit, wie Voice Search den Umgang mit Google langfristig verändern könnte. Denn aus der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, die bislang einseitig geprägt war und somit eher monologisch ausfiel, weil der Mensch praktisch ganz genau vorgeben musste, wonach er sucht, könnte sich in Zukunft ein realistisches Gespräch entwickeln, ein Dialog, in dem die Suchmaschine Suchanfragen eigenständig personalisiert und beispielsweise bei der Spracheingabe „Ich will einen Pullover kaufen“ nicht willkürlich einen Online-Shop anzeigt, sondern stattdessen auf Grundlage persönlicher Daten, die aus früheren Suchanfragen gewonnen wurden, individualisierte Suchtreffer bereitstellt. In diesem Fall könnten also Pullover angezeigt werden, die zum Geschlecht des Nutzers passen, die sich stilistisch und farblich an früheren Einkäufen orientieren und preislich in dem Rahmen früherer Pullover-Käufe liegen usw. Noch kann dies zwar nicht immer umgesetzt werden, denkbar ist diese Entwicklung aber schon.

Natürlich sind die Möglichkeiten personalisierter Suchergebnisse noch wesentlich vielfältiger, wenn man den Kernpunkt der Voice Search bedenkt. Denn personalisierte Suchen sind natürlich auch jetzt bereits gang und gäbe. Durch Voice Search könnte aber zum Beispiel auch eine Stimmenanalyse erfolgen, wodurch Hinweise auf das Geschlecht oder Alter möglich sind, die Google auswerten könnte. Oder der Tonfall könnte Aufschluss über den Gemütszustand des Nutzers geben: Ist dieser betrunken? Vielleicht aber auch verletzt oder traurig? Auch dies könnte in der Zusammenstellung der Ergebnisliste berücksichtigt werden.

Natürlich ist es noch ein relativ weiter Weg, bis all diese Dinge in die Praxis umgesetzt werden können. Fakt ist aber auch, dass Voice Search – vorausgesetzt die Entwicklung geht weiter wie bisher – den Umgang mit der Suchmaschine stark verändern wird. Je öfter die Sprachsuche genutzt wird, desto mehr lernt die Maschine uns kennen. RankBrain nennt sich diese Künstliche Intelligenz (KI), die Google bereits 2015 in seinen Algorithmus integriert hat und die sicherstellt, dass wir in ferner Zukunft mit der Maschine vielleicht so kommunizieren können wie mit einem guten Freund. Ferner arbeiten auch die Qualitätsprüfer eifrig an der Verbesserung der Voice Search. So hat Google erst kürzlich neue Richtlinien für die Qualitätsprüfer ausgegeben, bei der es um die formale und inhaltliche Bewertung der Suchergebnisse von Sprachsuchen geht.

Voice Search vs. Text Search: Das gibt es für SEO zu beachten

Wer schon einmal die Google Voice Search genutzt hat, dem wird womöglich selbst aufgefallen sein, dass wir anders mit Google umgehen, als wenn wir tippen. Fragen wir zum Beispiel nach dem Wetter, geben wir mittlerweile ganz selbstverständlich nur „Wetter Standort“ in die Google-Suchmaske ein, vielleicht sogar nur das Wort „Wetter“. Sprechen wir allerdings mit Google, neigen wir dazu, vollständige Sätze bzw. Fragen zu verwenden wie „Wie wird das Wetter heute in Lübeck?“. Dass dies natürlich Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung der Zukunft haben wird, dürfte klar sein. Doch dies ist längst nicht alles.

  • Länge der Suchanfragen

    Aus der obigen Einführung ist es bereits ersichtlich geworden. Gesprochene Suchanfragen werden meist deutlich länger sein als getippte. Dies veranschaulicht recht ansprechend auch die folgende Grafik, die ich auf moz.com gefunden habe.

    Quelle: moz.com

  • Frage-Antwort-Stil

    Ebenso wahrscheinlich ist es, dass mehr W-Fragen in der Voice Search auftauchen werden: „Wann beginnt der Kinofilm?“, „Wer hat den Joker im letzten Batman-Film gespielt?“, „Wo befindet sich das nächste Krankenhaus?“ usw. Auch hier zeigt sich, dass sich Voice Search mehr und mehr einem konventionellem Gespräch zwischen zwei Menschen angleichen wird, in welchem der eine fragt, der andere antwortet, dabei aber imstande ist, Intentionen des Gegenübers abzuleiten.

  • Sehr spezifische Longtail-Keywords

    Werden die Suchanfragen, also die Keywords immer länger, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass es in Zukunft nicht nur attraktiver wird, mehr aus spezifische Longtail-Keywords zu optimieren, sondern essentiell. Bislang korrelierten generische Keywords, also Suchanfragen, die nur aus 1-2 Wörtern bestehen und eher allgemein gehalten sind und keine konkrete Suchintention zuließen, mit hohen Suchvolumen. Hier fiel die Optimierung sehr schwer und war meist nur mit hohem Aufwand zu realisieren. Hohe CPC-Kosten und eine geringe Conversion Rate waren hier die größten Probleme. Auf Longtail-Keywords, die wesentlich spezifischer waren und sind, ließ sich einfacher optimieren. Problem war hier die meist geringe Suchanfrage. Mit der Voice Search könnte sich dies nun ändern.

  • Mehr lokale Suchanfragen

    Wird Voice Search vor allem mobil eingesetzt, dürfte es ebenso wahrscheinlich sein, dass die Sprachsuche oft einen lokalen Bezug vorweist. „Wo ist das nächste Restaurant in meiner Nähe?“ oder „Wer ist der beste SEO in Lübeck?“ Lokales SEO dürfte in Zukunft also ebenso für all diejenigen von Bedeutung sein, die Kunden vor allem aus der näheren Umgebung des Firmenstandorts gewinnen.

  • Fragen werden zu Handlungen

    Statistiken belegen, dass bei der Sprachsuche deutlich häufiger Handlungsaufforderungen registriert werden als bei der Textsuche. Dies hat natürlich insbesondere damit zu tun, dass die Spracheingabe auch für Sprachassistenten genutzt wird. „Rufe Tobias an“ oder „Starte Spotify“ sind alles Handlungsaufforderungen an Google Assistant, die nicht mit einer Suchanfrage in Verbindung stehen. Trotzdem ist dieser Umstand nicht ganz unwichtig für SEO. Denn Handlungsaufforderungen können natürlich auch mit einer Google-Suche in Verbindung stehen. „Mache mir einen Termin beim günstigsten Friseur in Kiel“ oder „Bestelle mir eine Pizza bei der besten Pizzeria in Hamburg“ sind exemplarische Handlungsaufforderungen, die natürlich eine Google-Suche erfordern, zukünftig vielleicht über den Sprachassistenten abgewickelt werden und auch für SEO interessant sind.

Wie also zu sehen ist, könnte sich die SEO-Welt schon bald rapide ändern, wodurch sich wiederum auch die Arbeit von Online-Marketing-Agenturen bzw. SEOs stark verändern wird. Als womöglich größte Herausforderung dürfte aber der Umstand gelten, dass mit der Voice Search wohl nur noch der erste Rankingplatz von Bedeutung sein wird. Denn während man bei der Textsuche ab und an ja tatsächlich noch weitere Ergebnisse als die ersten zwei betrachtet, wird dies bei der Voice Search wohl nicht mehr der Fall sein. Wer sich die „beste Pizza in Hamburg“ über die Spracheingabe bestellt, hat keine Lust oder Zeit, sich mit Suchergebnissen zu beschäftigen, sondern wird dem Google-Ergebnis praktisch blindlings vertrauen.

Ziel wird es also sein müssen, sich stets ganz oben für eine spezifische Suchanfrage zu positionieren. Dies mag vorerst als große Herausforderung erscheinen, bietet aber auch Chancen. Denn klar, wenn die Suchanfragen über Voice Search, wie oben aufgeführt, zum einen länger, zum anderen spezifischer werden, erhöht dies auch die Zahl der Suchanfragen insgesamt und somit die Möglichkeiten und Chancen, auf spezifische Longtail-Keywords erfolgreich zu optimieren.

Wie optimiere ich meine Webseite für Voice Search? – 5 Schritte bis zum Erfolg

Nun, da also beantwortet wurde, WARUM Voice Search in Zukunft für Suchmaschinenoptimierung ein großes Thema sein und WIE sich Voice Search in der Praxis manifestieren wird, bleibt die Frage, WAS es für SEOs in Zukunft zu beachten gilt. Womit ich nun beim eigentlichen Thema wäre: Wer nach Content is King und Mobile is King nun auch an Voice is King glaubt und seine Internet-Projekte auf Voice Search optimieren möchte, sollte die folgenden Schritte beachten:

  • Optimieren Sie Ihren Content „Voice-Search-friendly“

    Starke Inhalte und eine für Mobilgeräte optimierte Webseite vorweisen zu können, das ist das eine. Aber über die Sprachsuche auf gefunden zu werden, das ist das andere. Anhand der oben geschilderten charakteristischen Eigenheiten der Voice Search scheint es mir ratsam zu sein, seinen Content auf im buchstäblichen Sinne SuchanFRAGEN zu optimieren. Da diese auch spezifischer werden, sollte vor der Content-Optimierung die Frage erfolgen, welche Personengruppen mit welcher Intention ich mit meinem Content ansprechen möchte. Zur Illustration dient diese Grafik:
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    Natürlich liegt dann aber die Frage nahe, wie man überhaupt alle erdenklichen Fragen zu einem bestimmten Thema bestimmen kann. Ein kostenloses Online-Tool, welches sich hierfür optimal eignet, ist zu finden auf answerthepublic.com. Hier muss lediglich ein gewünschter Begriff in die vorgebenene Maske eingefügt werden und daraufhin werden alle erdenklichen Suchanfragen aufgelistet, geordnet nach W-Fragewörtern. Eine andere, weniger umfangreiche Lösung bietet natürlich auch Google Suggest an.

  • Decken Sie auf Ihrer Webseite möglichst viele W-Fragen ab

    Wenn also in Zukunft weniger nach „bester Friseur“, dafür aber häufiger nach „Wo finde ich den besten Friseur für Männer in Köln für unter 15 Euro“ gesucht wird, und es durchaus verwandte Suchanfragen zu dieser spezifischen Suche gibt, stellt sich am Ende die Frage, wie man auf seiner Webseite möglichst einfach und suchmaschinen- sowie leserfreundlich alle relevanten W-Fragen kompakt unterbringen kann. Die Lösung bietet ein Service, der schon so lange existiert, wie es Foren im Internet gibt. Und dieser Service nennt sich FAQ. Frequently Asked Questions lassen sich hervorragend auf Landingspages unterbringen, bieten eine übersichtliche Struktur, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und dürften sich gerade für die Voice Search hervorragend eignen.

  • Optimieren Sie Ihren Content für Featured Snippets

    War es lange Zeit das wichtigste SEO-Ziel, auf Google-Position 1 zu landen, geht es heutzutage noch besser: Google-Position 0 ist heute das erklärte Ziel aller Internetseiten. Unter Google-Position 0 versteht man die sogenannten „Featured Snippets“, das sind die kleinen hervorgehobenen und informativen Textbox-Ausschnitte, die ganz oben in der Google-Trefferliste erscheinen.
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    Für Voice-Search-Optimierungen ist das Featured Snippet besonders interessant, weil – wie erklärt – bei der Sprachsuche meist nur das erste Suchergebnis relevant ist und Nutzer nicht, wie oft bei der Textsuche, zumindest die erste Seite der SERP manuell nach dem besten Treffer durchsuchen.
    Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Google liest die Informationen aus der Textbox mitunter sogar laut vor und nennt dabei die Quelle der Information, also zum Beispiel: „Laut Content-K1ngs….“ Gerade für das Branding dürfte dieser Punkt interessant sein. Problematisch ist allerdings, dass nicht so ganz klar ist, was getan werden muss, um als Featured Snippet aufgenommen zu werden. Informationen hierzu gibt es auf dem Blog von Seokratie.

  • Vergessen Sie Füllwörter nicht!

    Speziell bei der Optimierung auf Voice Search kommt es, wie aufgezeigt, darauf an, seinen Content möglichst genau auf Longtail-Suchanfragen abzustimmen. Dies würde bedeuten, dass neben den Frage-Wörtern auch Füllwörter wieder eine Rolle spielen bzw. Wörter, die einen Satz grammatikalisch eigentlich erst korrekt darstellen. Im Folgenden verdeutliche ich dies, indem ich die Wörter kursiv darstelle, die beim „klassischen“ SEO für gewöhnlich keine Rolle spielen:

    • Klassisches Optimierungskeyword: beste Urlaubszeit Kanada
    • Longtail-Keyword-Optimierung in Hinblick auf Voice Search: Wann ist die beste Urlaubszeit, um nach Kanada zu reisen?
  • Kommunizieren Sie mit der Suchmaschine in der richtigen Sprache

    Natürlich ist es vollkommen richtig, dass Content für den Leser, nicht für die Suchmaschine erstellt werden sollte. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es nicht mehr möglich ist, seinen Content so zu formatieren, dass auch Suchmaschinen verstehen, welche Inhalte dargestellt und vermittelt werden. Möglich ist dies über sogenannte strukturierte Daten, die von Schema.org bereitgestellt werden und jedem Webmaster ein Begriff sein sollten.

    Strukturierte Daten helfen, einfach gesprochen, Suchmaschinen dabei, den Content einer Webseite in den korrekten Kontext zu stellen und die Inhalte entsprechend in der Suchergebnisliste zu präsentieren. Sie werden vermutlich bereits damit in Kontakt gekommen sein. Sicherlich haben Sie sich bereits gefragt, warum manche Suchergebnisse besonders ausgezeichnet bzw. formal anders dargestellt werden. Hierfür sind strukturierte Daten verantwortlich, die bei richtiger Implementierung zusätzlich zum Suchergebnis weiterführende Informationen anzeigen. Diese Rich Snippet bzw. Rich Cards stechen besonders ins Auge und werden deutlich häufiger angeklickt als herkömmliche Suchergebnisse.

    Da strukturierte Daten auch Aufzählungen ermöglichen, die von Google vorgelesen werden können, nachdem eine Voice Search erfolgte, scheint es nur logisch, seinen Content mithilfe von strukturierten Daten zu optimieren. Dies mag technisch für den einen oder anderen gewiss eine Herausforderung sein, die Mühe und Zeit, alles über strukturierte Daten zu lernen, sollte sich aber jeder nehmen. Speziell Unternehmen, die lokal ausgerichtet sind, sollten sicherstellen, dass zumindest die NAP-Daten (name / adress / phone) über die Markups von Schema.org ausgezeichnet werden.

Fazit: Voice Search kommt – ob man es möchte oder nicht

Die Zahlen und Fakten sind eindeutig: Voice Search ist DER nächste digitale Trend, der auch in der SEO-Szene für ordentlich Aufsehen sorgen wird. Schade nur, dass einige Webmaster und SEOs auch diesen Trend allem Anschein nach verschlafen (wollen). Auch wenn Voice Search sicherlich noch in den Kinderschuhen steckt, in einigen Jahren wird die Sprachsuche so selbstverständlich sein wie heutzutage die Texteingabe in die Google-Suchmaske.

Möchten Sie Ihren Erfolg also auch in einigen Jahren noch sicherstellen, optimieren Sie Ihre Webseite bereits heute für Voice Search. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

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By |2018-07-11T13:27:13+00:00März 18th, 2018|Blog|0 Comments

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